Übersicht über mich Mailbox ZPDView FileScan Verschiedenes Gehäuse Fotografie

Ich bin Ferdinand Grassmann


Willkommen auf meiner Homepage. Ich möchte diese Seite nutzen, um mich und meine Hobbys etwas vorzustellen.

Wie das mit Homepages so ist: Sie sind nie fertig, aber es bringt auch nichts, wenn man sie immer nur auf der lokalen Platte liegen lässt. Deswegen – um mich selbst zu drängen, das fertigzustellen – liegen diese Files jetzt auch hier schon im Internet – Updates werden bald folgen!

So war jedenfalls der Plan. Dass er nicht so richtig in die Tat umgesetzt wurde, könnte in der Vergangenheit aufgefallen sein. Ob sich dies in der Zukunft ändert, kann wohl niemand so recht sagen...

Nachdem ich noch vor dem eisigen Winter 1978/79 geboren wurde und diesen gut überstand, konnte es nur noch bergauf gehen. So kam es dann auch: Nach einigen Jahren, die ich mit allem möglichen verbrachte, wurde ich 1985 eingeschult. Nach der Wende wurde 1990 in Bergfelde (heute ein Stadtteil von Hohen Neuendorf) eine mathematisch-naturwissenschaftliche Spezialklasse eröffnet, die ich – in guter Familientradition – besuchte.

Von 1995 bis 1998 besuchte ich dann das Oberstufenzentrum Oberhavel I – Wirtschaft, an welchem ich dann auch meine Abiturprüfungen absolvierte. Anschließend war dann erst einmal der Dienst dran, bevor das Studium der Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin beginnen konnte.

Das Studium habe ich 2004 mit Prädikat hinter mich gebracht – und habe noch nicht die Lust an der Juristerei verloren – auch wenn mich viele jetzt für noch viel verrückter halten, als dies ohnehin schon der Fall war. Ich konnte mich aber nicht so richtig für eine mathematische Ausbildung entscheiden, wie es der Rest der Familie getan hat. Meine Eltern sind beide in dieser Richtung tätig, meine Schwester hat sich – zum Glück? – ebenfalls einer anderen Richtung zugewandt.

Nach dem Studium war ich Promotionsstudent an der Humboldt-Universität, und zugleich am Institut für Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Im Jahr 2006 wurde ich zum Doctor iuris promoviert. Von 2005 bis 2007 war ich Rechtsreferendar in Berlin und legte das Zweite Staatsexamen ebenfalls mit Prädikat ab.

Da man bekanntlich ja als Student sehr viel Freizeit hat, muss man diese ja auch irgendwie ausfüllen. Bei mir geschieht dies – neben der Zeit mit meiner Frau – zunächst einmal mit Ninjutsu. Ich begann 1992 mit dem Ninjutsu, und hatte dabei mit verschiedenen Höhen und Tiefen zu kämpfen. Letztlich habe ich die Lust daran noch nicht verloren, auch wenn leider nicht mehr sehr viel Zeit zum trainieren bleibt.

Als zweites, zeitintensives Hobby gab es dann hier auch noch eine Mailbox mit dem Namen The VillageBox. Dieses Hobby gab ich dann aber auf, als das Fido-Net immer kleiner wurde und mein Mailbox-Rechner das zeitliche segnete.

Da es auch im Bereich der Mailboxen noch nicht wirklich alle Programme gibt, die man so braucht, und auch so das Leben am Computer mit vielen kleinen Helferlein einfacher ist, programmiere ich in meiner Freizeit noch etwas – auch wenn diese Aktivitäten in den letzten Jahren stark zurückgingen.

Zum Schluss sollte dann hier auch noch das Erlernen der japanischen Sprache genannt werden; das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin bietet dafür Kurse an. Mein Interesse an der Sprache wurde durch das Ninjutsu geweckt – schließlich will man ja doch irgendwann mal verstehen, was einem da so erzählt wird, bzw. was diese Begriffe denn nun im Deutschen bedeuten. Da dies mit modernem Japanisch nicht allzu viel zu tun hat, war das bisher noch nicht so sehr erfolgreich – aber ich bin zuversichtlich. Der Kurs, den ich besuchte, war zunächst gesprächsorientiert – es ging also darum, sich möglichst schnell mit anderen Leuten sprachlich verständigen zu können. Nach fast einem Jahr kann ich für meinen Teil nur sagen, dass die Sprache auch nicht wesentlich schwieriger als andere Fremdsprachen zu erlernen ist – zumindest, wenn es um das Sprechen geht. Natürlich unterscheidet sich die Sprache sehr von den europäischen (von der türkischen Sprache mal abgesehen), aber das erhöht für mich nur den Reiz. Sehr viel Zeit muss man – neben dem Erlernen der Vokabeln – in das Memorieren der Schriftzeichen investieren. Was bei den Silbenschriften – Hiragana und Katakana – noch recht einfach erscheint, weil es hier jeweils nur 46 unterschiedliche Zeichen gibt, wird bei den Kanji (chinesische Schriftzeichen) schon schwieriger, weil es hier eine Unmenge an unterschiedlichen Zeichen und Aussprachen gibt. Aber auch das muss irgendwie lösbar sein. :-)

Nachdem das Studium doch nicht mehr so viel Zeit gelassen hat, wie ich es eigentlich erhoffte, und auch die Kosten für die Kurse in die Höhe gingen, habe ich erst einmal damit aufgehört. Als Abschluss nahm ich noch am Japanese Language Proficiency Test Level 4 teil, den ich auch bestand.

Mehl-Boxen? Ein neuer Kampfsport?

Als Mailbox oder BBS (Bulletin Board System) wird ein Computer bezeichnet, der es den Nutzern ermöglicht, Nachrichten auszutauschen und in den meisten Fällen auch, Dateien abzurufen. Im Gegensatz zum Internet wird zu den Mailboxen traditionell eine direkte Verbindung per ISDN-Adapter oder analogem Modem hergestellt. Dies hat so seine Vor- und Nachteile.

Vorteilhaft ist, dass die Daten wirklich nur direkt zwischen den beiden Rechnern verbundenen Rechnern übertragen werden, also niemand dazwischen "mithören" kann. Aufgrund der direkten Verbindung kann auch die maximale Datenrate der Verbindung (7800cps bei ISDN, 4000cps [zzgl. Kompression] bei analogen Modems nach V34+-Standard) genutzt werden kann. Einen großen Nachteil stellen die im Vergleich zu den Internet-Einwahlgebühren recht hohen Telefonkosten dar. Nach der Öffnung des Telefonmarktes am 1.1.1998 besserte sich diese Situation, da es nun auch Anbieter gab, die sekundengenau abrechneten.

Nach dem Verkleinern des Fido-Nets und einem Hardwaredefekt an meinem Mailboxrechner gab ich den Betrieb der eigenen Mailbox von heute auf morgen auf.

ZPDView

Diese Seite widmet sich ZPDView, einem Wörterbuchprogramm für die „alten” Zaurus-Modelle von Sharp (die, die noch nicht unter Linux liefen). Diese Modelle gibt es leider nur in Japan zu erwerben, und deshalb läuft die Bedienung auch allein in Japanisch.

Für die, die das nicht abschreckt – wie mich zum Beispiel –, der bekommt preiswert einen sehr leistungsfähigen PDA. Ich habe mir Mitte diesen Jahres das Modell MI-E1 zugelegt – und bin damit überaus zufrieden. Wer nähere Informationen über das Modell haben will, kann sich auf ezaurus.com mal umschauen - aber auch diese Seite ist leider nur in Japanisch verfügbar. Alles in allem kann der E1 alles, was man von einem PDA erwartet – Termine verwalten, Texte erfassen (wahlweise auch über die eingebaute Tastatur), MP3s und Videos abspielen, eBooks anzeigen, und er dient – mittels ZPDView – als Wörterbuch.

In der aktuellen Version – 1.7 – kann ZPDView mit bis zu 60 Wörterbüchern oder Lexika im PDIC-Format umgehen. Neu in dieser Version ist neben Bugfixes eine Volltextsuche sowie die Möglichkeit, einen Großteil der Funktionen über die Tastatur zu erreichen – was gerade bei externen Tastaturen vorteilhaft ist.

Die ZAC-Datei steht hier zum Download bereit. Es handelt sich um eine Datei im Zaurus ArChive-Format, welches problemlos über die MORE Soft-Funktion des Zaurus installieren lässt.

Damit man auch die größeren CF-Karten mit ZPDView richtig ausnutzen kann, habe ich noch ein kleines Tool (WikiConv) geschrieben, welches die Daten des WikiPedia-Projektes, die es als tägliche Dumps hier zum Download gibt, in ein Format konvertiert, mit dem PDIC etwas anfangen kann. Das Tool ist ein „quick hack” und benötigte für die englische Version auf meinem Rechner (Athlon XP 2500+) gut 16 Stunden, um die one-line-Datei zu erzeugen. Also bitte schön geduldig sein.

Diese langer Dauer war wohl zum Teil auf die massiven Festplattenzugriffe zurückzuführen. Die nächste Version (0.02) behob dieses Manko und verringert die Zeit, die für die englische Version auf meinem System benötigt wurde, auf 8 Stunden. Außerdem ist auch die temporäre Datei nicht mehr so übermäßig groß – sie entspricht jetzt ungefähr der Größe der Wiki-SQL-Datei. Nachdem ich durch weitere Optimierungen den Zeitbedarf weiter schrumpfen ließ (2h für die englische Version, 8 Minuten für die deutsche) habe ich auch noch eine Sortieroption und weitere Zeichenkonvertierungen eingebaut. Das Ergebnis: Für das englische Dump-File benötigt die Version 0.04 bei mir nun 4:40h, dafür geht die Konvertierung mit PDIC aber wesentlich schneller. Außerdem werden deutlich weniger Fragezeichen in die Ausgabedatei geschrieben.

Ende Juli 2004 wurde das Datenformat der Wikipedia auf die UTF-8-Kodierung für Unicodes umgestellt, mit der diese Version von WikiConv jedoch nichts anfangen kann. Aus diesem Grunde gibt es eine neue Version hier zum herunterladen. In dem ZIP-Archiv ist auch gleich noch ein kleines Tool enthalten, mit dem die Unicode-Mappings editiert werden können. Die Version 0.06 bietet jetzt noch den Vorteil, dass die Diskussionsseiten gelöscht werden, bei Bedarf Tabellen komplett herausgenommen werden und dass bei einem mehrseitigen Beitrag (1/n) im ersten Artikel nicht mehr erscheint. Ab Version 0.07 werden Tabellen nicht mehr komplett gelöscht, sondern nur die Tags, mit denen der Zaurus nichts anfangen kann (hauptsächlich Formatierungen). Damit bleiben die Daten im Lexikon enthalten.

Die aktuelle Version verarbeitet die XML-Dumps, die seit Juli 2005 wohl die einzigen Dateien sind, die es von Wikimedia noch geben wird. In der aktuellen Fassung (0.10) werden auch englische und deutsche Wikipedia-Namespaces gefiltert, so dass die Daten für den Zaurus noch ein wenig kleiner werden.

Sollte jemand noch SQL-Dumps konvertieren wollen, gibt es hier noch die letzte Version, die mit den SQL-Dateien umgehen kann.

Wer Interesse an einem Zaurus hat, sollte sich auf zaurus.biojapan.de umsehen. Über Armin habe auch ich meinen Zaurus bekommen. Außerdem enthält die Seite sehr viele interessante Informationen über den Zaurus und seine Möglichkeiten.

Es folgen nun ein paar Screenshots vom aktuellen ZPDView:

ZPDView nach dem ersten Start
Die Text Recognition vom Zaurus erkennt sogar mein Kanji-Gekragel, so dass auch ich diese beiden Schriftzeichen nachschlagen kann (alternativ könnte man auch Silben über die Tastatur eingeben).
Anzeige der Treffer in großer Schrift.
Nachschlagen der Kanji im Eijiro.
Nachschlagen der markierten Kanji im WaDokuJT.
Der Anfang der Trefferliste einer Volltextsuche nach den beiden Kanji.
Es lassen sich mit ZPDView auch Lexika verwenden – hier eine recht aktuelle Version der Wikipedia-Enzyklopädie.
Da Wikipedia von Nutzern weiterentwickelt wird, finden sich auch umfangreiche Artikel zu aktuellen Themen.
Ahja, das war also gemeint...
So sieht das Programm aus, wenn man die Eingabe auf Tastatur umgestellt hat.
Nachschlagen der beiden Kanji im WaDokuJT (mittlere Schriftgröße...
Und nun die Treffer noch mal in der kleinsten Schriftart.
Man kann mit dem Stylus auch einfach Kanji/Worte markieren, um diese dann nachzuschlagen.
Die verwendeten Wörterbücher (hier: DokuWa, die Umkehrung des WaDokuJT) sind auch richtig aktuell. :-)
Die Volltextsuche findet auch nicht immer etwas – z. B. wenn man sie zu früh abbricht, wie hier.
Dabei bietet sich die kleine Schriftart natürlich regelrecht an.
Und zum Schluss noch ein Kanji, das mir in einem Ikebana-Buch über den Weg gelaufen ist.

FileScan

FileScan ist ein Tosser für das FidoNet. Er wurde ursprünglich von Matthias Düsterhöft entwickelt. Matthias stellte das Programm dann unter die GFDL, nachdem er das FidoNet verlassen hatte – was für mich die Gelegenheit eröffnete, das Tool von einigen Bugs zu befreien und einige neue Features hinzuzufügen

Weitere Informationen und Download-Möglichkeiten zu FileScan gibt es hier.

Verschiedenes

An dieser Stelle will ich Kleinigkeiten sammlen, die sonst nirgendwo hineinpassen.

fgPrinters

Dazu zählt zunächst eine kleine Erweiterung, die ich für Mozilla Sunbird geschrieben habe. Damit habe ich die Druckausgabe etwas an meine Bedürfnisse angepasst. Das Installationspaket gibt es auf der Projekt-Website.

Zu den Neuerungen zählt, dass nunmehr bei der Monatsübersicht auch dann der nächste Monat nicht mehr gedruckt wird, wenn die Woche nicht am Sonntag beginnt. Darüber hinaus verwenden die Ansichten jetzt beim Drucken weniger Farbe, weil nicht der komplette Hintergrund eines Events farbig gefüllt wird, sondern nur noch ein farbiger Rahmen gezogen wird. Die bisherige Sunbird-Darstellung kann allerdings in den Erweiterungs-Optionen wieder aktiviert werden.

Ins Auge sticht sicherlich auch, dass die Schrift in der Wochenübersicht stark vergrößert wurde, um eine Lesbarkeit auch aus größerer Entfernung zu gewährleisten. Die Schriftgrößen sowie die Hintergrundfarben für das Wochenende, die Titelzeilen und die Tage, die in einem anderen Monat sind, sind jetzt über den Einstellungsdialog auch konfigurierbar, ebenso wie einige andere Kleinigkeiten.

Hinzugekommen ist auch die Möglichkeit, für die Events in der Wochenübersicht auch die Beschreibung mit auszudrucken, um einen detaillierteren Plan zu ermöglichen. Daneben ist jetzt auch einstellbar, ob die Wochentage alle mit gleicher Höhe gedruckt werden sollen. Dies hat sich bei stark unterschiedlicher Anzahl von Terminen an den verschiedenen Wochentagen als unpraktisch erwiesen.

Seit Version 0.1.3 besteht auch die Möglichkeit, ein Time Sheet zu drucken, welches die Anzeige der Kalender in Sunbird nachempfindet – soweit dies mit HTML und CSS möglich ist.

Seit Version 0.3.1 gibt es eine weitere Druckform, nämlich die Listenansicht. Ziel dieser Darstellung ist es, einen möglichst platzsparenden Überblick über die bestehenden Termine auszudrucken.

Seit Version 0.4.4 gibt es auch eine Jahresansicht. Diese berücksichtigt zwar keine eingetragenen Termine, ermöglich es aber, schnell einen Jahreskalender zu drucken. Diese Funktion habe ich auf wiederholten Wunsch verschiedener Nutzer der Erweiterung eingebaut – vielleicht nützt sie ja dem einen oder anderen.

Die Französische Übersetzung wurde von Denis Bitouzé beigesteuert, bei dem ich mich hiermit bedanken möchte.

Für die Sprachfassungen Spanisch und Katalanisch danke ich Xavi Montero recht herzlich!

Die italienische Übersetzung sowie die Lokalisierung der AddOn-Beschreibung stammt von Danilo Fortunato – Vielen Dank!

Weitere Übersetzungen sind den freiwilligen Helfern von BabelZilla zu verdanken.

Fujitsu Stylistic LT C-500

Fujitsu Stylistic LT C-500

Vor einiger Zeit habe ich mir gebraucht bei eBay einen Tablet-PC gekauft – den Fujitsu Stylistic LT C-500. Das Gerät ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber als kleiner eBook-Reader allemal zu gebrauchen. Der Akku hält nicht mehr ewig, aber ansonsten klappt alles prima.

Da auf dem Gerät kein wirkliches Betriebssystem installiert war, und erfahrungsgemäß Linux etwas genügsamer mit knappen Ressourcen (Celeron mit 500 MHz, 256 MB RAM, 15 GB Festplatte) umgeht, habe ich mich entschieden, darauf Xubuntu 7.04 (Feisty Fawn) zu installieren. Xubuntu ist eine Variation von Ubuntu, bei der an Stelle des GNOME Desktop der genügsamere Xfce eingesetzt wird. Die Live-CD umfasst nicht einmal 600 MB...

Da der Stylistic nur von der internen Platte booten kann, habe ich die Festplatte zur Installation mit einem ATA-Adapter an meinen PC angeschlossen, und dort die Installation durchgeführt. Das funktionierte soweit auch problemlos. Nach dem Einbau der Festplatte in den Stylistic bootete das System, aber der X-Server funktionierte nicht – was absehbar war, denn die Grafikkarte ist eine andere als im Hauptrechner. Das Problem ließ sich aber mit einem dpkg-reconfigure xserver-xorg ohne weiteres beheben. Zum Zwecke der Konfiguration sollte man am besten eine USB-Tastatur an den Stylistic anschließen – das macht das Leben einfacher.

Fujitsu Stylistic LT C-500 mit eigenem Splash

Da ich von einem älteren Laptop noch eine PCMCIA-Netzwerkkarte rumliegen hatte, musste ich auch nicht alle erdenklichen Pakete schon am PC installieren – ich konnte einfach die Netzwerkkarte einstecken, sie wurde problemlos erkannt, und mittels aptitude dann die benötigten Pakete nachinstallieren. Für den Betrieb notwendig ist auf jeden Fall das fpit-Paket (xserver-xorg-input-fpit), welches den Treiber für den Touchscreen beinhaltet. Dann muss noch die X11-Konfiguration angepasst werden. Dazu muss in die Datei /etc/X11/xorg.conf folgendes eingefügt werden:

Section "InputDevice"
  Identifier "Touchscreen"
  Driver "fpit"
  Option "Device" "/dev/ttyS1"
  Option "Baudrate" "9600"
  Option "MaximumXPosition" "4096"
  Option "MaximumYPosition" "4096"
  Option "MinimumXPosition" "0"
  Option "MinimumYPosition" "0"
EndSection

In dem Abschnitt Section "ServerLayout" muss noch folgende Zeile hinzugefügt werden:

  InputDevice "Touchscreen" "SendCoreEvents"

Sollte in diesem Abschnitt hinter der standardmäßig konfigurierten Maus die Option "CorePointer" fehlen, so ist diese zu ergänzen.

Dadurch ließ sich der Mauszeiger zumindest schon einmal zum unkontrollierbaren Herumspringen bewegen. Xubuntu erkannte zwar die serielle Schnittstelle, stellte die Parameter jedoch falsch ein.

Kontrollierbar wird das ganze, wenn man während des Systemstarts zwei Befehle ausführen lässt, die die serielle Schnittstelle richtig konfigurieren. Dazu kann man z. B. in die Datei /etc/rc.local folgende zwei Zeilen aufnehmen:

/bin/setserial /dev/ttyS1 autoconfig
/bin/setserial /dev/ttyS1 uart 16450 irq 5 port 0xfd68

Die Nummer des seriellen Ports scheint teilweise auch unterschiedlich zu sein. Wichtig ist, dass man den Port konfiguriert, der an der Adresse 0xfd68 ist. Dies findet man mit folgendem Befehl heraus:

/bin/setserial -g /dev/ttyS*

Danach muss dann der X-Server neu gestartet werden (was beim Systemstart ja automatisch passiert), und dann funktioniert der Stylus.

Zum Schluss sollte man – je nach Geschmack – den acpid noch dazu überreden, bei einem Druck auf den Power-Knopf am oberen Gehäuserand nicht den Rechner herunterzufahren, sondern in den Hibernate-Modus zu gehen. Dann klappt das erneute Starten deutlich schneller. Dazu muss nur in der Datei /etc/acpi/events/powerbtn die Zeile

action=/etc/acpi/powerbtn.sh

durch die Zeile

action=/etc/acpi/hibernate.sh

ersetzt werden.

Fujitsu Stylistic LT C-500 im Betrieb

Die Console, die man ohne Tastatur ja ohnehin nicht sieht, kann man mittels der Option vga=788 am Bootprompt (oder durch den entsprechenden Eintrag in /etc/grub/menu.lst, dort defoptions, und anschließendem update-grub) erreichen.

Anschließend sollten alle Funktionen des Gerätes zur Verfügung stehen. Für das tippen zwischendurch sollte man aber noch das Paket xvkbd installieren. Bei dem Programm handelt es sich um eine virtuelle Tastatur, die Tastendrücke an andere Programme sendet, so dass man wenigstens behelfsmäßig auch Kommandos in einem Terminal-Fenster oder mal ein Passwort eingeben kann. Allerdings hatte ich mit dem Programm meine Probleme – es meinte ständig, die Control-Taste sei gedrückt worden, und sendete darüber hinaus doppelte Anschläge. Dies konnte ich dem Programm nur durch zwei kleine Änderungen abgewöhnen – eine davon in einer Konfigurationsdatei, die andere allerdings am Quelltext. Diese Probleme scheinen aber nicht überall zu bestehen. Zumindest beschreibt diese Seite keine solchen Probleme.

Da ich aber auf dieses Problem angesprochen wurde, hier meine Änderungen. Die erste betrifft den Quelltext. Dafür muss man sich diesen zunächst herunterladen. Ich habe die Version 2.8 genommen. Hier muss folgender Patch angewendet werden:

--- xvkbd.c 2006-09-10 07:16:00.000000000 +0200
+++ /usr/src/xvkbd-2.8/xvkbd.c 2007-06-01 09:25:13.000000000 +0200
@@ -1556,6 +1556,7 @@
* only need to check which mouse button is pressed here.
*/
static unsigned int n_key_repeat;
+static unsigned int suppress_double;

static void ButtonDownAction(Widget w, XEvent *event, String *pars, Cardinal *n_pars)
{
@@ -1563,7 +1564,7 @@

switch (event->xbutton.button) {
case Button2:
- mouse_shift |= ControlMask;
+// mouse_shift |= ControlMask;
break;
case Button3:
case Button4:
@@ -1953,6 +1954,12 @@

if (appres.debug) fprintf(stderr, "KeyPressed: key=%s, widget=%lx\n", key, (long)w);

+ if (suppress_double)
+ {
+ suppress_double = 0;
+ return;
+ }
+
value = FindFunctionKeyValue(key, TRUE);
if (value != NULL) {
if (appres.debug) fprintf(stderr, "Assigned string: %s\n", value);
@@ -2137,6 +2144,7 @@
shift_state &= ~altgr_mask;
}
RefreshShiftState(FALSE);
+ suppress_double = 1;
}

/*
@@ -3021,6 +3029,8 @@
Window child;
int op, ev, err;

+ suppress_double = 1;
+
argc1 = argc;
argv1 = malloc(sizeof(char *) * (argc1 + 5));
memcpy(argv1, argv, sizeof(char *) * argc1);

Das diff-File gibt es hier zum Download.

Weiterhin muss die Datei /etc/X11/app-defaults/XVkbd-common wie folgt modifiziert werden:

--- XVkbd-common.ad 2005-11-20 02:35:13.000000000 +0100
+++ XVkbd-common 2007-06-01 09:39:11.000000000 +0200
@@ -28,7 +28,7 @@
XVkbd*Command.translations: #override \n\
<EnterWindow>: ShowBalloon() highlight() \n\
<LeaveWindow>: CloseBalloon() unhighlight() \n\
- <BtnDown>: ButtonDownAction() set()\n\
+ <BtnDown>: ButtonDownAction() set() notify() unset() ButtonUpAction()\n\
<BtnUp>: notify() unset() ButtonUpAction()
XVkbd*Repeater.translations: #override \n\
: ShowBalloon() highlight() \n\

Es ist also die Zeile „<BtnDown>: ButtonDownAction() set()\n” durch die Zeile „<BtnDown>: ButtonDownAction() set() notify() unset() ButtonUpAction()\n\” zu ersetzen.

Eine andere Lösung hat Georg Meyer-Spasche mir per E-Mail zukommen lassen. Danach muss nur eine weitere Änderung an der xorg.conf vorgenommen werden. Folgende Optionen sind in der Section "InputDevice", Identifier "Touchscreen" einzufügen:

  Option "Passive"
  Option "CorePointer"

Vielen Dank an dieser Stelle für den Hinweis, mit dem sich die Probleme auch bei mir beheben ließen!

Schließlich kann man dem Gerät zum Schluss noch seine individuelle Note dadurch geben, dass man z. B. den Desktop-Hintergrund verändert und den Bootsplash anpasst. Mit persönlich war z. B. das Xubuntu-Logo bei dem Standard-USplash-Theme zu klein, so dass ich mir selbst ein Bild zusammen gebastelt habe, bei dem das Logo deutlich größer ist.

Da mich auf Dauer die immer wieder anlaufende Festplatte und die dadurch bedingten, trägen Zugriffe störten, habe ich die Installation auf eine CF-Karte (4 GB) übertragen, dich ich mit einem geeigneten Adapter in den Stylistic eingebaut habe. Anpassungen waren allerdings in /etc/fstab notwendig – Xubuntu trug hier bei der Installation UUIDs ein, die mit denen der Partitionen auf der CF-Karte nicht mehr übereinstimmten. Hier habe ich die UUIDs einfach durch die Device-Einträge (/dev/hda1 und /dev/hda5) ersetzt. Gleiches war für den „root=”-Eintrag in /boot/grub/menu.lst notwendig, damit der Bootmanager die richtige Partition zum starten verwendet. Nach diesen Anpassungen läuft der Stylistic jetzt lautlos und auch etwas zügiger, weil Zugriffe auf das Speichermedium nicht mehr warten müssen, bis die Festplatte angelaufen ist.

Um die Anzahl der Schreibzugriffe zu reduzieren, habe ich noch /var/log auf ein RAM-Disk gelegt. Die dort enthaltenen Dateien werden bei jedem Herunterfahren gepackt und auf die „Festplatte” geschrieben, damit die Daten nicht verloren gehen.

Meine selbstgebauten PC-Gehäuse

In letzter Zeit benötigte ich für verschiedene spezielle Zwecke besondere PC-Gehäuseformen, was mich dazu veranlasste, diese aus MDF-Platten zu basteln. Hauptaugenmerk lag dabei auf den Maßen – gerade der Musik-PC musste relativ klein werden, nämlich 43cm x 31cm x 25cm – er soll schließlich zum Verstärker passen. Der Wohnzimmer-PC sollte in das vorgegebene Fach unter dem Fernseher passen, was zwar eine etwas größere Tiefe (40cm) erlaubte, aber in der Höhe etwas knapper wurde (20cm). Dieses Gehäuse habe ich von innen mit etwas Alufolie ausgekleidet, um die negativen Auswirkungen auf das HiFi-Equipment zu verringern. Gleiches steht bei dem Musik-PC auch noch an.

Natürlich gibt es auch Bilder von den Gehäusen – und zwar hier.

Fotografie

Hier geht es zu Bildern in der Galerie...

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich auch noch mit der Fotografie als Hobby. Das fing mit einer Casio QV-5700 an. Dank des damals mitgelieferten MicroDrive und den vielen manuellen Einstellmöglichkeiten an der Kamera kamen ziemlich schnell ziemlich viele Bilder zusammen – es macht eben Spaß, mit der Technik zu spielen. Interessant für alle Eigentümer einer derartigen Kamera ist auf jeden Fall das QV-Forum; dort bekam ich meistens schnell und freundlich Hilfe. Da dann aber auch der externe Soligor-Blitz (DG-280AZ) und die Weitwinkel- und Telekonverter nicht mehr ausreichten, kam Anfang 2005 die Neue.

Seitdem spiele ich also mit einer Canon EOS 20D, und bin von der Kamera hellauf begeistert – auch von dem Auslösegeräusch, auch wenn es viele als zu laut empfinden. Einige Objektive dazu, ein ordentlicher Blitz (Sigma DG 500 Super II), viele Filter (zirkulares Polarisationfilter von B+W nach Käsemann, diverse Cokin-P-Filter), eine große Tasche (Tamrac Cyberpack 9 – für ein großes Notebook) – schon hat man viel zu schleppen und alles, was Spaß macht, immer mit dabei.

Einige Bilder, die ich bisher mit der Kamera gemacht habe, gibt es hier zu sehen. Nachdem ich gesehen habe, was man mit den raw-Dateien der 20D alles anfangen kann, besteht bei mir jetzt nur das Dilemma, dass auf die 1gb-CF-Karte nicht allzu viele (um die 100 – im Gegensatz zu ca. 450 bei der QV) Bilder passen – aber die Qualität ist es mir wert. Außerdem merke ich, dass ich mit der Zeit immer wählerischer bezüglich der Motive werde.

Bleibt abzuwarten, was mir noch alles vor das Objektiv rennt – dank der kurzen Anschaltzeit dürften die verpassten Situationen weniger werden. Im Gegensatz zur 20D, die keine merkliche Verzögerung hat, musste ich bei der QV-5700 schon immer 5 Sekunden warten, bis die Kamera betriebsbereit war... Leicht vorstellbar, welche Fotos mir dadurch alles entgangen sind...

Bei technischen Fragen rund um die digitale Spiegelreflex-Fotografie gibt es im Internet einige Stellen, an denen man schnell und kompetent Hilfe findet. Ich möchte mich auf eine kleine Auswahl beschränken, bei der ich bisher viele interessante Dinge gelernt habe: Das DSLR-Forum, das DForum sowie das englischsprachige Canon EOS Forum von photo.net.

Schon für die QV-5700 habe ich mir damals einen Panoramakopf gebaut. Bei der Panoramafotografie geht es darum, mehrere Bilder neben- oder auch übereinander aufzunehmen, um diese dann später zu einem großen Bild oder gar zu einer Rundum-Ansicht zusammenzusetzen. Das Problem dabei ist, dass die meisten (alle?) Kameras ihr Stativgewinde nicht unter dem Nodalpunkt des Objektivs haben. Dies ist aber notwendig, damit beim Drehen der Kamera keine Parallaxenfehler auftreten: Wenn man die Kamera um einen Punkt, der nicht der Nodalpunkt ist, dreht, bewegen sich Objekte im Vordergrund offenbar stärker als die im Hintergrund. Das kann dazu führen, dass z. B. Laternen doppelt erscheinen, oder sogar, dass die Stitcher die Arbeit verweigern.

Die Anpassungsarbeiten an die EOS 20D erschöpften sich dann zum Glück darin, die obere Platte, auf die die Kamera geschraubt wird, neu zu basteln. Da der Nodalpunkt aber objektiv- und brennweitenabhängig ist, müsste für jedes Objektiv, mit dem Panoramen fotografiert werden sollen, sowie für jede Brennweite eine neue Platte angefertigt werden. Diese Umstände beseitigen Schlittenkonstruktionen – diese waren mir aber zu umständlich, unter Umständen auch zu ungenau, und der eine Overkill – ich muss mich statt dessen eben darauf beschränken, mit dem Kit-Objektiv bei 18 oder 55 mm Brennweite Panoramen anzufertigen – für mich ist das ein angenehmer Kompromiss.

Der Panoramakopf an sich besteht aus einem Zinkblech, welches in der Mitte um 90° gebogen wurde. Zur Stabilität wurde noch ein kleines Stück Zinkblech diagonal eingeschweißt – damit verbiegt sich die Konstruktion auch mit der 20D oder in der Tasche nicht. Die bräunlichen Platten sind aus Pertinax – scheint wohl vollständig aus Chemie zu bestehen, aber haben den Vorteil, dass sie extrem stabil sind, und dass ohne Weiteres Gewinde in sie hineingeschnitten werden können. Die untere Platte dient der Befestigung auf dem hama OmegaPro II, die obere muss jeweils auf Kamera und Objektiv abgestimmt werden. Die Werte für die QV-5700 habe ich selbst ermittelt, die für die 20D habe ich im DSLR-Forum gefunden (und hier noch einmal überprüft).

Hier eine kleine Übersicht über die Lage der Nodalpunkte, die ich ermittelt habe. Hier sollte aber beachtet werden, dass die Messgenauigkeit nicht übermäßig hoch ist – Abweichungen von einem Millimeter können durchaus auftreten. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass hugin, wenn es mit smartblend verwendet wird, leichte Parallaxenfehler gut korrigiert. Die angegebenen Maße beziehen sich auf den Abstand des Nodalpunktes vom Stativgewinde der EOS 20D.

Objektiv @ BrennweiteNodalpunkt
EF-S 10-22/3.5-4.5 @ 10 mm106 mm
EF-S 10-22/3.5-4.5 @ 22 mm106 mm
EF 28-105/3.5-4.5 II @ 28 mm86 mm
EF 28-105/3.5-4.5 II @ 105 mm43 mm
EF 50/1.8 II @ 50 mm43 mm
EF 85/1.8 @ 85 mm71 mm

Genug von der Theorie, hier nun einige Bilder:

Panoramakopf komplett
Panoramakopf komplett
Platte für die QV-5700
Platte für die QV-5700, Rückseite
Layout der Platte für die QV-5700
Panoramakopf umgebaut für die 20D, komplett mit Kamera (im Spiegel)
Panoramakopf umgebaut für die 20D, komplett
erstes Panorama mit 20D in 3m x 3m kleiner Küche
überarbeitetes Panorama mit 20D in 3m x 3m kleiner Küche

Und zum Abschluss hier noch ein „interaktives” Panorama der Küche (benötigt Java!):